Kasseler Str. 17
34497 Korbach
Tel.: 0 56 31 - 70 81/ 70 82
Fax: 0 56 31 - 62 266

E-mail: office@berufsschule-korbach.de
Internet: www.berufsschule-korbach.de

Schulleiter: OStD Werner Schmal
Vertreter: StD'in Christiane Becker-Ette

EIBE-Koordinator:
OStR Hans-Jürgen Gahler
Holzweg 14
34497 Korbach-Mhs
Tel.: 0 56 31 - 63 7 48
E-mail: hjgkb@t-online.de

Sozialpädagoge: Reinhard Deutschendorf

Freier Träger:
Verein zur Förderung benachteiligter Jugendlicher (EIBE) an den Beruflichen Schulen des Landkreises Waldeck-Frankenberg
Kasseler Str. 17, 34497 Korbach

 

Kurzdarstellung der Schule

Die Beruflichen Schulen in Korbach und Bad Arolsen sind eine der größten beruflichen Schulen in Hessen. Zur Zeit besuchen mehr als 2900 Schülerinnen und Schüler unsere Berufsschule, wobei der Schwerpunkt der Arbeit in der Teilzeitberufsschule liegt. Die Schule verfügt über drei Schulstandorte, zwei in Korbach und einen in Bad Arolsen, wobei die zentrale Verwaltung im Standort Kasseler Straße untergebracht ist.

Im Teilzeitbereich werden außer Drucktechnik (Berufsfeld 04) alle Berufsfelder unterrichtet. Es handelt sich um eine typische Kreisberufsschule, die der Region ein umfassendes Angebot an Ausbildungsmöglichkeiten zur Verfügung stellt. Außer im Teilzeitbereich verfügt die Schule noch über weitere wichtige pädagogische Schwerpunkte im Vollzeitbereich, die in ihrer Angebotsvielfalt für eine im ländlichen Bereich angesiedelte Kreisberufsschule ungewöhnlich ist.

In den Besonderen Bildungsgängen werden Schülerinnen und Schüler sowohl im Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) als auch in den Eingliederungslehrgängen in die Berufs- und Arbeitswelt (EIBE) unterrichtet. Die zweijährige Berufsfachschule bietet zum Erreichen des berufsbezogenen Mittleren Abschlusses die Berufsfelder/-richtungen Metalltechnik, Elektrotechnik, Wirtschaft und Verwaltung, Ernährung und Hauswirtschaft, medizinisch-technische und krankenpflegerische Berufe und sozialpflegerische und sozialpädagogische Berufe. Aufbauend auf dem Mittleren Abschluss bieten die Beruflichen Schulen in Korbach und Bad Arolsen den Besuch der einjährigen Berufsfachschule für Wirtschaft und Verwaltung (Höhere Handelsschule) und Ernährung und Hauswirtschaft, die Zweijährige Berufsfachschule für Informationsverarbeitung (Fachrichtung Technik) und die Fachoberschule in den Schwerpunkten Maschinenbau, Elektrotechnik, Bautechnik und Wirtschaft und Verwaltung an.

Ergänzend zum o. a. Angebot sind folgende Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen in unserem pädagogischen Unterrichtsbereich:

  • Die einjährige Fachschule für das Hotel- und Gaststättengewerbe mit dem Abschluss als staatlich geprüfter Gastronom / staatlich geprüfte Gastronomin
  • Die zweijährige Fachschule für Wirtschaft mit dem Abschluss als staatlich geprüfte/r Betriebswirt/in

Ein besonderes pädagogisches Anliegen unserer Schule ist die Arbeit mit den geistig behinderten Schülern aus den Werkstätten für Behinderte. Ursprünglich aus einem Schulversuch hervorgegangen ist diese Maßnahme fester Bestandteil unserer Schule geworden.

Weiterhin sind folgende zusätzliche Angebote im Maßnahmenkatalog der Schule verankert:

  • Übungsfirma Cotina Kaul. Diese Übungsfirma arbeitet im organisatorischen Rahmen des "Deutschen Übungsfirmenrings" und simuliert das realistische Abbild eines Betrieben in unserer Volkswirtschaft.
  • Zusatzprogramm zum Erwerb des Mittleren Abschlusses. Es handelt sich um ein zusätzliches Angebot im Fremdsprachenbereich.
  • Modellversuch "Kundenorientierung in der beruflichen Bildung für das Handwerk". Es sollen hier kundenorientierte berufliche Befähigungen entwickelt werden, auch außerhalb des regulären Zeitkontingents des Berufsschulunterrichts.

Grundkonzept von EIBE

Die zu beschulende Zielgruppe umfasst benachteiligte Jugendliche und junge Erwachsene, die von Arbeitslosigkeit bedroht sind. Die Zielgruppe ist weitgehend identisch mit den entsprechenden Schülern der Besonderen Bildungsgänge in vollschulischer und/oder zweijähriger Schulform. Es handelt sich hierbei weitgehend um Schülerinnen und Schüler aus den abgebenden Schulen für Lernhilfe und den "schwachen" Schülern aus der Hauptschule, die nicht in der Lage waren, den Hauptschulabschluss zu erwerben. Besonderer Schwerpunkt der Arbeit wird hier auf die frühzeitigen Kontakte mit den abgebenden Schulen gelegt, um bereits im Vorfeld geeignete Informationen für die Einstufung und Beschulung der in Frage kommenden Schüler und Schülergruppen zu erhalten.

Weiterhin ist die Beschulung von Migranten, Aussiedlerkindern und Schülern mit Sprachdefiziten geplant. Dieser Schülerkreis stellt durch die Möglichkeit des Seiteneinstiegs und der meist ungenügenden sprachlichen Ausdrucksfähigkeit bis hin zu nicht vorhandenen Deutschkenntnissen erhöhte Anforderungen an die pädagogische Arbeit der beteiligten Kolleginnen und Kollegen. Hier ist Teamarbeit, geeignete Hilfestellung von außen und entsprechende schulinterne Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen sind unerlässlich.


Das angestrebte Förderkonzept orientiert sich an der Projektmethode. Gekennzeichnet ist die Projektmethode durch drei wesentliche Punkte.

1. Produktorientierung
Die Jugendlichen fertigen keine Stücke für die "Schrottkiste", sondern stellen allgemein anerkannte Gebrauchsgegenstände oder Dienstleistungen her und erwerben dabei Fertigkeiten, Fähigkeiten und Einstellungen.

2. Ganzheitlicher Ansatz
Fachtheoretisches Wissen, fachpraktische Kenntnisse und soziales Lernen wird möglichst ganzheitlich und fächerübergreifend erworben bzw. vermittelt.

3. Selbstorganisation
Projektorientierte Beschulung der Schülerinnen und Schüler muss eine weitgehende Selbstorganisation anstreben. Nicht nur die pädagogisch-fachliche Unterweisung, sondern Mit- und Selbstbestimmung werden angestrebt.

Der wichtigste Faktor für ein erfolgreiches Arbeiten wird immer die Motivation des angesprochenen Klientels sein. Der Wunsch nach Besitz des Produzierten ist Antrieb zur Beschäftigung mit dem Objekt selbst. Die Erarbeitung des theoretischen Hintergrunds und der persönliche Einsatz bei der Herstellung führt zur Entwicklung von notwendigen und "brauchbaren" Fähigkeiten und Fertigkeiten, die sich auch auf andere, nicht-berufliche Objekte oder Dienstleistungen übertragen lassen werden. Wichtig für den Erfolg des Projekts ist die zeitliche Vorgabe. Hier muss mit Fingerspitzengefühl geplant werden. Ein zu großer zeitlicher Rahmen führt zu Verdrossenheit und Langeweile, während ein zu kurz bemessener Fertigungstermin die Gefahr des Scheiterns in sich birgt, was wiederum zur Verstärkung der o. a. Aspekte führen kann.


Korrigiert (2) am: 19. Dezember 2001

Zu den Projektdarstellungen

top