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Gewerbliche Schulen des
Lahn-Dill-Kreises Herwigstraße 32 35683 Dillenburg
Tel.:
0 27 71 / 80 29 - 0 Fax.:0 27 71 / 80 29 - 33 E-mail: GS-LDK@t-online.de Internetseite:
http://www.GS-LDK.de Schulleiter:
Paul Alhäuser Abteilungsleiterin Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung
in Vollzeit und Teilzeit: Uta Schmitz EIBE-Koordinatorin:
Michaela Heinrich-Lückhof Sozialpädagogin: Meike Saalbach

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Kurzdarstellung
der Schule Die
Gewerblichen Schulen in Dillenburg sind eine typische Kreisberufsschule im mittelständisch
strukturierten Wirtschaftsraum zwischen den Oberzentren Gießen und Siegen.
Rund 2.300 Schülerinnen und Schüler werden von 120 Lehrkräften
in 9 verschiedenen Schulformen und in 6 Berufsfeldern unterrichtet. Neben der
klassischen Berufsschule (BS) sind dies das Berufsgrundbildungsjahr (BGJ) in schulischer
und kooperativer Form, die Berufsfachschule (BFS), die Berufsfachschule für
Sozialassistenz, die Fachoberschule (FOS) in Teilzeitform (Schulversuch) und in
Vollzeitform sowie die Fachschulen für Technik (FST, Vollzeit- und Teilzeitform
in den Fachrichtungen Maschinentechnik und Elektrotechnik), für Sozialpädagogik
(FSP). Für
Jugendliche ohne Berufsausbildungsverhältnis, mit sonderpädagogischem
Förderbedarf oder ohne Hauptschulabschluss werden die Bildungsgänge
zur Berufsvorbereitung in Vollzeitform (BVJ und EIBE) und auch in Teilzeitform
angeboten (Fit fürs Leben QM Hauswirtschaft- QM Metalltechnik). Da der Anteil
ausländischer Schüler mit 10 bis 15 % relativ hoch ist, wird u. a. durch
Eingliederungslehrgänge in die Berufs- und Arbeitswelt (EIBE) geholfen. In
Kooperation mit den benachbarten Kaufmännischen Schulen kann im Beruflichen
Gymnasium die Allgemeine Hochschulreife erworben werden. Die
meisten Schulformen werden in mehreren Berufsfeldern angeboten. An der Schule
ausgebildet wird in den Berufsfeldern Metalltechnik, Elektrotechnik, Bau- und
Holztechnik Ernährung und Hauswirtschaft, Textiltechnik, Körperpflege,
sozialpflegerische und -pädagogische Berufe. Der
derzeitige Strukturwandel der Wirtschaft und die damit verbundene schwierige Situation
auf dem Ausbildungs- und Beschäftigungsmarkt wirkt sich erheblich auf die
Gewerblichen Schulen Dillenburg aus. Da die Zahl der Ausbildungsstellen trotz
steigender Schülerzahlen in vielen Bereichen stagniert oder sogar rückläufig
ist, drängen viele Jugendliche nach dem Abschluss der allgemeinbildenden
Schulen in vollschulische Ausbildungen an den Beruflichen Schulen. Sie wollen
sich dadurch weiterqualifizieren oder die Wartezeit bis zur Aufnahme einer Ausbildung
oder einer Beschäftigung sinnvoll überbrücken. Dadurch verlängert
sich die Verweildauer der einzelnen Schülerinnen und Schüler in den
Beruflichen Schulen. Insgesamt
beinhalten die Gewerblichen Schulen 9 verschiedenen Schulformen: - die
klassische Berufsschule (BS Teilzeit)
- Berufsgrundbildungsjahr
(BGJ Vollzeit und Kooperativ)
- Berufsvorbereitungsjahr
(BVJ Vollzeit)
- Berufsfachschule
(BFS Vollzeit)
- Berufsfachschule
für Sozialassistenz (Vollzeit)
- Fachoberschule
(FOS Vollzeit, FOS DTeilzeit)
- Fachschule
für Technik (FST Vollzeit und Teilzeit) in den Fachrichtungen Maschinenbau
und Elektrotechnik
- Fachschule
für Sozialpädagogik (FSP)
- Programm
zur Eingliederung in die Berufs- und Arbeitswelt (EIBE)
Der
Unterricht ist in 6 Berufsfelder unterteilt: - Metalltechnik
- Elektrotechnik
- Bau- und Holztechnik
- Ernährung
und Hauswirtschaft
- Körperpflege
- Textiltechnik
- Sozialpädagogik
Kooperation
mit den Kaufmännischen Schulen: - Berufliches
Gymnasium (Erwerb der Allgemeinen Hochschulreife)
- Ausbildung
der IT-Berufe
Zielgruppe
Für Jugendliche
zwischen in der Regel 16 und 19 Jahren - die
von Arbeitslosigkeit bedroht sind,
- ohne
Berufsausbildungsverhältnis,
- mit
sonderpädagogischem Förderbedarf
- ohne
Hauptschulabschluss
- Aussiedler,
anerkannte Asylberechtigte und EU-Angehörige
werden
EIBE - Maßnahmen, Besondere Bildungsgänge in Vollzeitform (Berufsvorbereitungsjahr)
und in Teilzeitform an den Gewerblichen Schulen Dillenburg angeboten. Der Anteil
ausländischer Schüler ist mit 10 bis 15 % relativ hoch (215 Schülerinnen
und Schüler aus 21 Nationen). Die
Jugendlichen lassen folgende Defizite in den verschiedensten Ausprägungen
und Kombinationen erkennen: - Leistungsschwächen
(sozial, psychisch, körperlich bedingt)
- Lernbeeinträchtigungen
- Verhaltensauffälligkeiten,
Delinquenz, Normenunsicherheit
- Sprachprobleme
Bei
den Jugendlichen mit Migrationshintergrund kommt noch hinzu: - dass
sie in ihren Heimatländern keine schulische Bildung genossen haben und hier
in Deutschland erst alphabetisiert werden müssen.
- dass
sie mit 5 bis 7-jähriger Schulbildung haben, die nicht dem Standard einer
deutschen Schulbildung entspricht.
- dass
sie in ihrer Heimat eine gute bis sehr gute Schulbildung genossen haben, aber
mangelnde Deutschkenntnisse den Beginn einer Ausbildung verhindern.
- dass
erhebliche Integrationsprobleme kultureller, religiöser oder gesellschaftspolitischer
Prägung vorliegen
Viele
dieser Schülerinnen und Schüler sind durch die Maschen des Schul-, Ausbildungs-
und Beschäftigungssystems gefallen. Ihre Einstellung zur Schule ist deshalb
oft nachhaltig geprägt durch: - generelle
Schulmüdigkeit
- Unlust
in der Klasse mitzuarbeiten
- eine
große Anzahl von Fehlstunden
- Unpünktlichkeit
- geringe
Konzentrationsfähigkeit bei Arbeiten über einen längeren Zeitraum
- aggressives
Verhalten gegenüber Mitschülern und Lehrern
- minimales
Selbstwertgefühl
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EIBE- Maßnahmen werden an der Produktionsschule Neumühle beschult,
die 15 km von dem Hauptschulstandort entfernt liegt. Durch enge Kooperation mit
der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung, Ausbildungs- und Beschäftigungsinitiativen
(GWAB) ist dies besonders gut möglich, da sowohl personelle als auch räumliche
Ressourcen zur Verfügung stehen. Zielsetzung In
den EIBE Maßnahmen sollen die Jugendlichen unter den Bedingungen projekt-
und produktionsorientierten Arbeitens - Fertigkeiten
und Kenntnisse,
- Arbeitstugenden
und Leistungsbereitschaft,
- Sozialverhalten
und Verantwortungsbewusstsein
erlernen,
um so den Anforderungen des Ausbildungs- und Beschäftigungssystems gewachsen
zu sein. Von dieser Basis aus lassen sich folgende Leitziele formulieren. - Steigerung
des Selbstvertrauens und der Leistungsbereitschaft Jugendlicher durch die Herstellung
sinnvoller, von der Gesellschaft benötigter Produkte (produktionsorientierte
Didaktik).
- Erhöhung
der Motivation durch Spaß an der eigenen und gemeinsamen Arbeit
-Entwicklung
eines positiven Selbstwertgefühls - - Erhöhung
der Ausbildungschancen durch Stabilisierung, Qualifizierung und Einübung
notwendiger Arbeitstugenden.
- kennen
lernen des Betriebsalltags und verschiedener Berufsfelder durch fachpraktischen
Unterricht unter professioneller Anleitung und Betriebspraktika
- Einübung
von Konfliktregelungsmöglichkeiten im Miteinander verschiedener religiöser,
ethnischer und politischer Gruppierungen
- Ganzheitliche
Förderung der Jugendlichen durch Angebote der ästhetischen Erziehung,
Freizeit- und Erlebnispädagogik.
- Durchführung
verschiedener Qualifizierungsbausteine
- Training
für die Hauptschulabschlussprüfung
- Stütz-
und Förderunterricht
- Kontinuierliche
Weiterführung von individuellen Förderplänen
Didaktischer
Ansatz Im
Mittelpunkt des Ansatzes steht die Steigerung des Selbstvertrauens und der Leistungsbereitschaft
dieser Jugendlichen durch die Herstellung sinnvoller, von der Gesellschaft benötigter
Produkte.Die Verbindung von Arbeit und Lernen, die Überprüfung und Verdeutlichung
des Zuwachses an Kenntnissen anhand der praktischen Bewährung, erscheint
uns ein Erfolg versprechender Weg. Durch die Stabilisierung und Qualifizierung
der Jugendlichen, durch die Einübung notwendiger Arbeitstugenden sollen die
Chancen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt erhöht werden.Im Folgenden
soll an Hand eines Beispiels der didaktisch-methodische Ansatz exemplarisch verdeutlicht
werden. Qualifikationen,
Kenntnisse und Fertigkeiten können angesichts der beschriebenen Teilnehmergruppe
und einschlägiger Erfahrungen nur in der Integration von Theorie und Praxis
geschehen. Schulerfahrungen und Leistungsgefüge bei den einen, Unsicherheiten
und Angst bei den anderen sind so verinnerlicht, dass traditionelle Formen der
Wissensvermittlung und Leistungsüberprüfung so negativ besetzt sind,
dass Lernfortschritte in diesem Stadium kaum mehr möglich sind. Die
Durchführung von Qualifizierungsbausteinen mit Zertifizierung durch die Kammern
ermöglichen eine gute Bewerbungsgrundlage auf dem Arbeitsmarkt. Die
produktionsorientierte Didaktik soll die Schüler zur Auseinandersetzung mit
Theorie neu motivieren. Theoretische Arbeit wird dann als sinnvoll akzeptiert,
wenn sie hilft die Probleme zu meistern, die sich während der Arbeit am Produkt
ergeben. Die
vollständige Handlung am Beispiel 1.
Informieren Was
soll getan werden? Anhand
eines konkreten Kundenauftrages klären, wie der Arbeitsauftrag im Einzelnen
lautet. z.B.: - Stückzahl,
- Größe,
- Zahl der Einlegeböden,
- Holzart,
- Farbe,
- Liefertermin,
- etc.
2.
Planen Wie soll
vorgegangen werden? Bei neuen Produkten - Zeichnung erstellen, bei Standartprodukten
fertige Zeichnung lesen, interpretieren, gegebenenfalls ändern. Arbeitsablaufplan
erstellen, diskutieren bewerten. (Reihenfolge der Arbeitsschritte, Werkzeuge,
Maschinen). Stückliste zusammenstellen (Material, DIN-Teile, etc.) 3.
Entscheiden Fertigungsweg und Betriebsmittel festlegen. Betriebsmittel
(Maschinen, Werkzeuge, Materialien, Hilfsmittel) endgültig festlegen. Arbeitsteams
einteilen, Werkstattplätze zuordnen. 4.
Ausführen Fertigen des Produkts. Die einzelnen technologischen Schritte
werden durch den permanenten Wechsel von Planen, Entscheiden und Ausführen
bestimmt. Planung und Entscheidung wird immer dann notwendig, wenn der Fertigungsablauf
an ein Problem stößt, was mit den vorhandenen Qualifikationen nicht
gelöst werden kann. Arbeitsschritte:
z.B. bei der Herstellung eines Regals - Ablängen
der Halbzeuge und entgraten
- gestreckte
Länge von Teil 3 bestimmen
- Biegen
von Teil 3
- Anreißen,
körnen, bohren von Teil 1
- Fügen
(Schweißen) der Teile 1, 2 und 3
- Ausrichten,
Länge korrigieren, schweißen
- Querträger
schweißen
- Auflager
(Teil 4) ausrichten, schweißen
5.
Kontrollieren Ist das Produkt fachgerecht gefertigt worden? Anhand des
Prüfprotokolls wird eine Fertigungs- und Funktionskontrolle vorgenommen. 6.
Bewerten Was muß beim nächsten Mal besser gemacht werden? Aus
der Kontrolle Rückschlüsse auf die Planung, Entscheidung und Durchführung
ziehen. Verbesserungsvorschläge festhalten. Datum
der Erstellung bzw. Fortschreibung des Schulprofils:12.Septenber 2007
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