Bleibiskopfstraße 1
61440 Oberursel (Taunus)

Tel.: 06171-698000
Fax.: 06171-6980016
E-Mail: verwaltung@hochtaunusschule.de
Internet: www.hochtaunusschule.de

Schulleiter: OStD Dieter Häußer
Stellv. Schulleiter: StD Jürgen Wyrwal
Abteilungsleiter: StD Ulrich Eberle
EIBE-Koordinator: OStR Günther Schmid
Sozialpädagogische Betreuung: Dipl.Sozial.Päd. Simone Geier,
Markus Gyhammer

EIBE Lehrerteam:
StD. U. Eberle, SoPäd. S. Geier, StR'in. J. Grund, FL. H. Jakob, FL. U. Kord-Ruwisch, StR'in. D. Kupka, StR'in. A. Loos, StR. Schlageter, OstR. G. Schmid, OstR'in M. Schwarz, StR. E. Weber,

Freier Träger:
Förderverein der Hochtaunusschule e.V.
Bleibiskopfstraße 1
61440 Oberursel (Taunus)
Tel.: 06171-698000 - Fax.: 06171-6980016

 

Kurzdarstellung der Schule

Die "Hochtaunusschule Oberursel (Taunus) - Berufliche Schulen des Hochtaunuskreises" ist durch Zusammenlegung der technisch-gewerblich ausgerichteten Bildungsgänge der Feldbergschule in Oberursel und der Georg-Kerschensteiner-Schule in Bad Homburg entstanden. Auf Grundlage aktueller Curricula und modernster Ausstattungen in einem neuen Schulgebäude hat sie am 1. September 2003 den Unterricht am neuen Schulstandort in Oberursel aufgenommen. Gemäß des im Dezember 2001 beschlossenen Schulentwicklungsplanes ist die Hochtaunusschule Dualpartner aller handwerklichen und industriellen Berufe der Informationstechnik, Metalltechnik, Elektrotechnik, Körperpflege, Farbtechnik und Raumgestaltung sowie für die entsprechenden beruflichen Vollzeitschulformen im Hochtaunuskreis zuständig.
Berufsschulen arbeiten auf Basis moderner Lehrpläne vor allem in jenen Regionen erfolgreich, in denen die Ansiedlung einer anpassungsfähigen und dynamischen Wirtschaft gelungen ist. Dies gilt, trotz allen aktuellen Schwierigkeiten, sicherlich auch für den Hochtaunuskreis, in dem sowohl das Handwerk als auch Klein-, Mittel- und Großbetriebe ihren Sitz haben. Für diese Betriebe wird die Hochtaunusschule ausbilden. Kennzeichnend ist, dass die an der Hochtaunusschule angesiedelten Berufe und Vollzeitschulformen mit entsprechendem beruflichen Profil an keiner anderen Berufsschule im Hochtaunuskreis zu finden sind. Ein Faktum, das mitbestimmend für die Auswahl des Schulnamens war. Vor allem aber steht der Schulname für einen Neuanfang mit einem neuen Kollegium in einem neuen Schulgebäude am neuen Standort Oberursel.


Schulformen

I. Berufsschule

  • Metalltechnik
  • Elektrotechnik
  • Informationstechnik
  • Mechatronik
  • Farbtechnik
  • Körperpflege

II. Besondere Bildungsgänge (Vollzeit)

  • EIBE (Ernährung/Hauswirtschaft, Farbtechnik, Metalltechnik, Körperpflege)

III. Besondere Bildungsgänge (Teilzeit)

  • Fit für Ausbildung und Beruf (FAUB)
  • Berufseingliederungslehrgänge (M.O.V.E.)
  • Förderlehrgänge des Arbeitsamtes (f-Lehrgang)
  • Berufsschüler in Werkstätten für Behinderte

IV. Zweijährige Berufsfachschule

  • Metalltechnik
  • Elektrotechnik

V. Zweijährige Höhere Berufsfachschule (Assistentenberufe)

  • Informationstechnischer Assistent / Assistentin

VI. Fachoberschule

  • Maschinenbau (Form A und B)
  • Informationstechnik (Form A und B)
  • Gestaltung (Form A)

VI. Berufliches Gymnasium (Technik)

  • Elektrotechnik
  • Metalltechnik
  • Informationstechnik

VII. Einjährige Höhere Berufsfachschule (Assistentenberufe)

  • Mathematisch-technischer Assistent / Assistentin

Im Schuljahr 2004 /2005 besuchten insgesamt 1380 Schülerinnen und Schüler die Hochtaunusschule. Davon 343 Schülerinnen und Schüler in 15 Klassen in Vollzeitschulformen und 1037 Schülerinnen und Schüler die Teilzeitberufsschule in insgesamt 57 Klassen.



Grundkonzept von EIBE

Zielgruppe:

Jugendliche ohne Hauptschulabschluss aus Haupt- und Lernhilfeschulen im Alter zwischen 16 und 18 Jahren, die ihre erweiterte Vollzeitschulpflicht erfüllen müssen und Migranten, Asylbewerber und Spätaussiedler.

Einzugsgebiet: Südlicher und westlicher Teil des Hochtaunuskreises

Kurzdarstellung des Organisationsmodells EIBE an der Hochtaunusschule (HTS) Oberursel

Das EIBE-Team der Hochtaunusschule (früher Georg-Kerschensteiner-Schule, Bad Homburg) hat umfangreiche Erfahrungen in der Betreuung benachteiligter Jugendlicher. Zur Zeit werden drei EIBE 1 Klassen gebildet, zwei mit BVJ-Klientel, eine mit Sprachanfängern (Migranten). Wir haben dabei folgende Elemente entwickelt:

1. Beratungsgespräche:
Nach der Anmeldung durch die abgebende Schule führen wir im April/Mai/Juni Beratungsgespräche zwischen Jugendlichen und Eltern einerseits und Vertretern des EIBE-Teams andererseits durch. Diese Gespräche dienen dazu, schon im Vorfeld einen Kontakt zu Schülern und Eltern aufzubauen, die Stimmung zu sondieren, eventuelle Fehlinformationen durch die abgebende Schule auszugleichen und gegebenenfalls einen anderen Weg vorzuschlagen. Im letzten Frühjahr führten wir etwa 50 Gespräche mit BVJ- Klientel und 30 für Sprachanfänger durch.
Wir bilden dazu Zweierteams aus den unterrichtenden Kolleginnen und Kollegen sowie der Sozialarbeiterin. Die Eltern werden etwa zwei Wochen vorher informiert und zum Gespräch eingeladen. Um die Beratung möglichst einheitlich zu gestalten, haben wir ein Protokollformular erstellt, welches bei jedem Beratungsgespräch die Grundlage des Gesprächs und der darin eingebetteten Befragung bildet. Diese umfangreiche Tätigkeit hat positive Auswirkungen auf den Kontakt zu den Eltern und wirkt das ganze Schuljahr nach.

2. Einführungsseminar
Seit 1995 veranstalten wir drei bis vier Wochen nach Schuljahresbeginn ein Einführungsseminar. Nur letztes Jahr fiel es wegen des Umzugs und des Assessment Centers aus. Es wird mit den Schüler/innen imP Vorfeld ein Essenplan erstellt und eine Einteilung, wer wofür verantwortlich ist. Auf der Grundlage der eigenen Essensvorschläge müssen die Schüler die Kosten für die Mahlzeit ermitteln und die Finanzierbarkeit überprüft werden. Wir wandern gewöhnlich 15-20 km durch den Taunus bis zu einem Selbstversorgerhaus. Wandern ist deshalb wichtig, weil wir dabei mit den Schüler/innen gut ins Gespräch kommen. Nach drei bis vier Wochen Schulzeit sind auch schon die ersten Problemfälle bekannt und können bearbeitet werden. Im Selbstversorgerhaus wird gemeinsam gekocht, gespült, geputzt.
Der erste Tag dient zur Hinwanderung und Einrichtung im Haus, oft mit Liederabend zum Abschluss. Am zweiten Tag werden Bewegungsspiele gemacht, dazu haben wir uns letztes Jahr Unterstützung von "BJS" Marburg geholt und Regeln für das zusammen Leben und Lernen erarbeitet. Die erarbeiteten Regeln werden im Klassenraum aufgehängt. Im Unterricht kann immer wieder Bezug auf diese Regeln und Erfahrungen genommen werden. Der letzte Tag wird zur Abschlussreinigung und zur Rückwanderung genutzt. Hier entzünden sich erfahrungsgemäß die meisten Konflikte, weil immer einige nicht putzen wollen.
Insgesamt lernen wir die Schüler/innen besser kennen und sie auch die Lehrer. Damit sind die Konflikte nicht weg, können aber auf der Grundlage eines verbesserten Vertrauensverhältnisses angegangen werden. Auch wird das Sozialverhalten der Schüler/innen deutlich und wir können darauf eingehen.

3. Assessmentcenter-Verfahren (AC) zur Erkundung der gegebenen beruflichen Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern.
Dieses Verfahren kommt aus dem Managementtraining und dient dort dazu, Bewerber für bestimmt Positionen auszuwählen. Das Grundprinzip wird hier übertragen auf die Berufswahl von Jugendlichen und wird benutzt um beurteilen (to assess = beurteilen) zu können, für welche beruflichen Tätigkeiten die Schüler bereits Fähigkeiten mitbringen, sodass sie gut für bestimmte Berufe geeignet sind.
Kolleginnen und Kollegen der HTS wurden im Frühsommer 03 von IMBSE als Beobachter/innen ausgebildet und im Herbst 2003 führten wir unseren ersten AC durch. Das Verfahren ist sehr aufwendig. Die Erstellung des Organisationsplans und die Gewinnung von Kräften außerhalb unserer Schule sowie die Durchführung und Auswertung erforderte einen hohen Zeit- und Kräfteaufwand. Es gab auch Unterrichtsausfall für andere Klassen, was der Schulleitung nicht gefiel, aber akzeptiert wurde, um Erfahrungen zu sammeln. Wir sind uns noch nicht ganz schlüssig, ob der Kraftaufwand durch das Ergebnis, welches langfristig schmäler als erhofft ausfiel, gerechtfertigt ist. Wir werden es noch 1-2-mal versuchen und uns dann ein endgültiges Urteil bilden.

4. Neugestaltung des Praxisunterrichts
Aufgrund der auch im Rhein-Main Gebiet zunehmenden Schwierigkeiten für EIBE-Schüler/innen einen Ausbildungsplatz im erhofften Beruf zu bekommen einerseits und um einseitige Berufsvorstellungen anderseits zu durchbrechen, beschlossen wir letztes Jahr, alle Schüler/innen durch alle Praxisbereiche zu führen, die wir in EIBE anbieten können. Das sind z. Z. Metall, Farbtechnik und Raumgestaltung, Hauswirtschaft sowie neu hinzugekommen der Bereich Körperpflege.
Dazu wurde das Schuljahr in "Zeiteinheiten" von jeweils 5-6 Wochen eingeteilt und Werkstattgruppen gemischt aus Sprachanfängern und BVJ-Klientel zusammengestellt. Die Mischung hat sich bisher bewährt, die Sprachanfänger sind häufig höher motiviert und haben oft ein besseres Sozialverhalten. Das wirkt sich positiv auf die anderen aus. Umgekehrt müssen die Sprachanfänger mehr in Deutsch kommunizieren, was sich positiv auf ihre Sprachkompetenz auswirkt. So wird auch der Praxisunterricht zum Sprachlernunterricht.
Für die Praxislehrer/innen bedeutet das, sie müssen nun Kleinprojekte anbieten, die in vier bis sechs Wochen fertig bearbeitet und benotet werden können. Am Ende Jeder "Zeiteinheit" gibt es eine Praxisnote, die in den Halbjahrszeugnissen ausgewiesen werden. Im Abschluss-/ Abgangszeugnis bekommen die Schüler/innen eine zusammengefasste Endnote.
Die Erfahrung hat gezeigt, dass es ungünstig für die Motivation ist, Schüler und Schülerinnen, die sich nach dem Durchlauf der angebotenen Praxisfelder innerlich auf eine Berufsrichtung festgelegt haben, noch einmal in andere Felder zu schicken.
Deshalb wollen wir nächstes Schuljahr versuchen, das erste Halbjahr als Orientierungsphase mit allen Praxisbereichen zu nutzen und im zweiten Halbjahr Schwerpunkte bilden.

5. Neugestaltung der Praktika.
Neben dem dreiwöchigem Blockpraktikum, welches wir bereits teilweise in die Herbst-, Weihnachts- oder Osterferien (alle irgendwie ungünstig: Herbst zu früh, Weihnachten Betriebe z.T. zu, Ostern oft schon zu spät) legten, haben wir ab diesem Schuljahr einen kontinuierlichen Praktikumstag eingeführt. Im ersten Halbjahr lag an diesem Tag die Berufshinführung mit BIZ-Besuch, Betriebsbesichtigungen, Bewerbungstraining etc.; im zweiten Halbjahr der Praktikumstag.
Die Klassenlehrer unterstützt von den Sozialarbeitern führen die Berufshinführung und Praktikumbetreuung am Praktikumstag durch, beim Dauerpraktikum ist das ganze EIBE-Team in die Betreuung mit einbezogen.


Stand: Oktober 2004

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