Leopold-Lucas-Str. 20
35037 Marburg
Tel.: 0 64 21 - 20 17 10
Fax: 0 64 21 - 20 14 27

E-Mail: ksm@marburg-schulen.de
Internet: http://www.ksm-mr.de

Schulleiter: OStD Siegmar Günther
Stellv. Schulleiter: StD Hermann Schorge
EIBE-Koordinator: StR Roland Wolff
Sozialpädagogin: Natalie Pörksen

Freier Träger:
bsj - Verein zur Förderung bewegungs- und sportorientierter Jugendsozialarbeit e. V.
Biegenstr. 40, 35037 Marburg, Tel.: 0 64 21 - 6 85 33-0
Fax: 0 64 21 - 6 85 33-22, E-Mail: kontakt@bsj-marburg.de


Beschreibung der Kaufmännischen Schulen der Universitätsstadt Marburg

Die Kaufmännischen Schulen werden derzeit von ca. 1900 SchülerInnen besucht; gut zwei Drittel von ihnen sind dem Teilzeitbereich mit den Berufsfeldern 06 (Wirtschaft und Verwaltung) und 08 (Gesundheit) zuzuordnen. Ungefähr 600 Jugendliche nehmen eines der folgenden Bildungsangebote im Vollzeitbereich wahr:

 

  • Eingliederungslehrgang in die Berufs- und Arbeitswelt (EIBE)
  • Berufsgrundbildungsjahr - Berufsfeld Wirtschaft und Verwaltung
  • Zweijährige Berufsfachschule - Berufsfeld Wirtschaft und Verwaltung
  • Einjährige Berufsfachschule für Wirtschaft (Höhere Handelsschule)
  • Zweijährige Berufsfachschule für Informationsverarbeitung
  • Zweijährige Berufsfachschule für Fremdsprachensekretariat
  • Zweijährige Berufsfachschule für Betriebswirtschaft
  • Fachoberschule - Schwerpunkt Wirtschaft/Verwaltung
  • Berufliches Gymnasium - Schwerpunkt Wirtschaft

 

Die EIBE an den Kaufmännischen Schulen

"Schule hat Menschen zu stärken, Beziehungen zu ermöglichen
und lohnende Aufgaben zu stellen ..." (THIMM)

Das pädagogische Konzept der Lehrgänge gründet auf der Annahme, dass Schule mehr sein muss als ein Ort abstrakter Wissensvermittlung. Sie sollte auch und insbesondere benachteiligten Jugendlichen Hilfen zur Lebensbewältigung bieten:
Will man Jugendliche zu einem souveränen und gemeinschaftsorientierten Umgang mit einer immer offeneren und zugleich diffuseren Zukunft befähigen, so wird man diesem Anspruch nur gerecht, wenn man sich neben der Vermittlung von Kulturtechniken und Fachwissen gezielt um die Entfaltung von Schlüsselqualifikationen bemüht.
Kooperations- und Verantwortungsbereitschaft, Kreativität, Enttäuschungsfestigkeit und Fähigkeiten des Risikomanagements lassen sich aber kaum im Rahmen der Unterrichtsroutine fördern. Sie entwickeln sich bei der Bewältigung subjektiv herausfordernder und widerständiger Situationen. Jugendliche benötigen diese authentischen Erfahrungen von Selbstwirksamkeit und Handlungskontrolle. Der traditionelle Schulalltag offeriert jedoch kaum diesbezügliche Ereignisse - in der Wahrnehmung von SchülerInnen dominieren Fragmentierung, Simulation und Folgenlosigkeit das Geschehen.

EIBE stellt sich dieser Problematik:

 

  • durch die Integration handlungs- und projektorientierter Elemente in den Unterricht
  • durch individuelle Förderpläne für die SchülerInnen
  • durch hohe Praktikumsanteile mit intensiver Vor- und Nachbereitung
  • durch intensive Sprachförderung (Deutsch als Zweitsprache)
  • durch spezielle erlebnispädagogische Programme zur Förderung von persönlichkeits- und gruppenbezogenen Qualifikationen (Adventure Based Counseling)
  • durch einen lebensweltbezogenen Ansatz, der sich in kontinuierlicher sozialpädagogischer Betreuung der Lehrgänge und in der Kooperation mit außerschulischen Bildungs- und Jugendhilfeträgern ebenso niederschlägt wie im Selbstverständnis der Lehrenden, die sich nicht nur als Wissensvermittler sondern auch als Berater begreifen
  • durch die Bereitstellung von Räumen und Arbeitsmaterialien, die den unterschiedlichsten Lernsituationen gerecht werden und es erlauben, die Schule als Lebensraum wahrzunehmen
  • durch personelle Kontinuität, enge Kooperation und beständige Fortbildung der in der EIBE beschäftigten PädagogInnen

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