Werner-Heisenberg-Schule
Berufliche Schulen des Kreises Groß-Gerau
Königstädter Straße 72 - 82
65428 Rüsselsheim

Telefon: 0 61 42 - 9 10 30
Fax: 0 61 42 -91 03 111

E-mail: mail@whs-ruesselsheim.de
Internet: http://www.whs-ruesselsheim.de

Schulleiter: Herr OStD Peter Querbach
Stellvertretende Schulleiterin: Frau StD'in Stefanie Philipp
Abteilungsleiter EIBE: Herr StD York Ehrlich
Koordinatorin EIBE: Frau Ulrike Zimmer

Freier Träger:
Internationaler Bund
Berufsbildungsstätte - IB Darmstadt
Frankfurter Straße 73
64293 Darmstadt

 

Kurzdarstellung der Schule

Die beruflichen Schulen des Kreises Groß-Gerau in Rüsselsheim tragen seit 1984 den Namen "Werner-Heisenberg-Schule". Damit würdigt die Schule die Arbeit des Mannes, der die Quantenphysik begründet und damit bedeutende Erkenntnisse in die Mikro- und Atomphysik eingebracht hat. Mit ca. 2.600 Schülerinnen und Schülern sowie über 130 Lehrkräften bildet die Werner-Heisenberg-Schule ein vielgliedriges System des beruflichen Bindungswesens. Die "Berufsschule" ist Partner im Dualen Ausbildungssystem und wird in den Berufsfeldern "Metalltechnik' und "Wirtschaft und Verwaltung" von ca. 1.000 Schülerinnen und Schülern besucht. Sie werden in folgenden Berufen ausgebildet:

  • Fertigungsmechaniker/in
  • Industriemechaniker/in
  • Konstruktionsmechaniker/in
  • Metallbauer/in
  • Teilezurichter/in
  • Werkzeugmechaniker/in
  • Zerspanungsmechaniker/in
  • Bürokaufmann/frau
  • Einzelhandelskaufmann/frau
  • Fachkraft für Lagerwirtschaft
  • Kaufmann/frau für Spedition und Logistikdienstleistungen
  • Fachkräfte für Schutz und Sicherheit
  • Verkäufer/innen

Im Berufsvorbereitungsjahr, in Maßnahmen zur Eingliederung in die Berufs und Arbeitswelt - EIBE (Mitfinanzierung durch die Europäische Union), als dualer Partner von Lehrgängen des Arbeitsamtes (freie Träger, Ausbildungsverbund Metall, Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft, Internationaler Bund, Volkshochschule) und der Maßnahme "Fit für Ausbildung und Beruf" (freier Träger: Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft) sowie in Klassen für Jugendliche ohne Ausbildungsverhältnis fördert die Schule insgesamt ca. 500 Jugendliche, um ihnen einen Schulabschluss oder den Eintritt in ein Ausbildungsverhältnis bzw. eine berufliche Tätigkeit zu ermöglichen.
Außerdem wird ca. 30 behinderten Jugendlichen, die in den Werkstätten für Behinderte tätig und berufsschulpflichtig sind, der entsprechende Unterricht erteilt.
Für Jugendliche, die möglichst schon einen Hauptschulabschluss besitzen und eine begründete Entscheidung für ein Berufsfeld getroffen haben, wird zudem ein Berufsgrundbildungsjahr im Bereich der Ernährung und Hauswirtschaft sowie in der Textiltechnik angeboten.

Zu den weiterführenden Einrichtungen des beruflichen Schulwesens in Rüsselsheim gehören die Schulformen:

  • Zweijährige Berufsfachschule (Metalltechnik, Elektrotechnik, Wirtschaft und Verwaltung, Ernährung/Hauswirtschaft und Sozialpädagogik)
  • Einjährige Berufsfachschule (Höhere Handelsschule)
  • Zweijährige Berufsfachschule (Fremdsprachensekretärinnen und -sekretäre)
  • Fachoberschule in Form A und B (Maschinenbau, Elektrotechnik, sowie Wirtschaft und Verwaltung)
  • Berufliches Gymnasium (Technik, Wirtschaft und Verwaltung)
  • Fachschule für Technik (Technikerschule in Teilzeitform mit den Schwerpunkten: Maschinentechnik, Elektrotechnik und Wirtschaft)
  • Zweijährige höhere Berufsfachschule für Informationsverarbeitung (Wirtschaft und Technik)

Grundkonzept der EIBE-Maßnahme an der Werner-Heisenberg-Schule

Zusammenarbeit allgemein bildende und berufliche Schulen
In Zusammenarbeit mit der allgemein bildenden Schule wird die Beratung der Schülerinnen und Schüler der abgebenden Schulen (Hauptschule oder Sonder-
schule) vorgenommen. Die Grundlagen dazu bildet eine Gesamtbeurteilung der abgebenden Schule, die neben dem schulischen Kenntnisstand praktische Kenntnisse und Fertigkeiten beschreibt. Hinzu kommt eine dezidierte Darstellung des Sozialverhaltens. Die Zusammenarbeit zwischen der Werner-Heisenberg-Schule und allgemein bildendenden Schulen ist auf diesem Gebiet schon seit Jahren erfolgreich.

Zusammensetzung der Schüler und pädagogische Konsequenzen
Die Zusammensetzung der Schülergruppen der EIBE-Maßnahme an der Werner-Heisenberg-Schule ist hinsichtlich der Nationalität und Sprachkenntnissen sehr heterogen. Ein hoher Prozentsatz (ca. 60 %) der Schülerinnen und Schüler kommt aus der Türkei, Marokko und den afrikanischen Staaten, ein weiterer Teil sind deutsche Aussiedler aus Rußland und Polen. Die Schülerinnen und Schüler stammen eher aus Bevölkerungsschichten mit geringerem Bildungsniveau und dem unteren Mittelstand.
Aus den heterogen strukturierten Lerngruppen ergeben sich pädagogische Intentionen: Es werden Projekte über die gesamte Dauer des Lehrgangs durchgeführt, die in allen Bereichen auch den Ansatz eines handlungsorientierten Spracherwerbs verfolgen. Die Lernprozesse sollen, gemessen an einem ganzheitlichen Ansatz, ein Lernen mit allen Sinnen ermöglichen. Das bedeutet, dass über den berufsfeldübergreifenden Unterricht hinaus Probleme und Themenbereiche aufgegriffen werden, die der Lebensrealität der Jungen und Mädchen entsprechen. Um die gruppendynamischen Prozesse positiv zu beeinflussen, wird großer Wert auf den Sportunterricht mit erlebnispädagogischen Komponenten gelegt. Durch kreativen Umgang mit Musik, Tanz, Sport und Spiel wird die Entwicklung einer persönlichen Identität gefördert und den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geboten, ihre Gefühle - auch nonverbal - auszudrücken und als Gruppe zusammen zu wachsen.

Sozialpädagogische Betreuung
Der Schwerpunkt der sozialpädagogischen Betreuung liegt auf der Berufsorientierung. In enger Zusammenarbeit mit der Berufsberatung sowie durch Betriebserkundungen in unterschiedlichen Wirtschaftszweigen (z.B. Adam Opel AG, AVM, Flughafen AG Frankfurt, Südzucker Groß-Gerau, Lufthansa Service Gesellschaft, Dorint Hotel Rüsselsheim, Astron Hotel Raunheim) und Betriebspraktika (s.u.) soll den Jugendlichen ein realistisches Bild von der Berufs- und Arbeitswelt vermittelt werden. Bewerbungssituationen werden in Rollenspielen eingeübt. Daneben werden durch die sozialpädagogische Betreuung und den eingesetzten Lehrkräften im Fach Religion Orientierungshilfen für das Leben in unserer Gesellschaft gegeben. Darin enthalten sind auch Elementarkenntnisse für die Bewältigung des Alltags, wozu auch Besuche in öffentlichen Einrichtungen, Institutionen und Behörden gehören.

Erstellung: 27. April 2001
Update: 17. Juli 2006

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