Kurzdarstellung
der Schule:
Die Wilhelm-Merton-Schule
bietet im Berufsfeld „Wirtschaft und Verwaltung“ und
im Lernbereich „Hauswirtschaft/Ernährung/Gastronomie“
ein breites Spektrum an Schulformen, beruflichen und allgemeinbildenden
Abschlüssen bis hin zur qualifizierten Weiterbildung. Im
dualen Ausbildungssystem ist uns die Kooperation mit den Ausbildungsbetrieben
wichtig und ein reger Austausch mit außerschulischen Partnern
sorgt für kontinuierliche Impulse.
Unsere Schule
ist mehr als ein Unterrichtsort, sie ist für alle Beteiligten
auch ein Stück gemeinsames Leben. Diesem Leitmotiv aus dem
Schulprogramm folgt der Unterricht in folgenden Schulformen:
- Die Berufsschule
für die Ausbildungsberufe „Kaufmann/Kauffrau für
Bürokommunikation“, „Bürokaufmann/Bürokauffrau“,
„Sport- und Fitnesskaufmann/Sport- und Fitnesskauffrau“.
Die Auszubildenden
besuchen die Schule sowohl in Block- als auch in Teilzeitform;
- Die Fachschule
für Betriebswirtschaft für Studierende in Voll- und
Teilzeitform;
Abschluss: Staatlich geprüfte(r) Betriebswirt(in);
- Das Berufsgrundbildungsjahr
für Jugendliche, die der Vollzeitschulpflicht unterliegen;
- Bildungsgänge
zur Berufsvorbereitung mit der Möglichkeit des Erwerbs
von Schulabschlüssen und Zertifikaten. (EIBE und BVJ)
Wir bieten
darüber hinaus die folgenden weiterführenden Abschlüsse
und Zertifikate an:
- Fremdsprachenzertifikat
- die Fachhochschulreife
in Verbindung mit der Berufsausbildung
- Realschulabschluss
/ Mittlerer Bildungsabschluss in Verbindung mit der Berufsausbildung
und in EIBE
- Hauptschulabschluss
und qualifizierender Hauptschulabschluss in EIBE
- Bescheinigung
von Qualifizierungsbausteinen und Basisqualifikationen in EIBE
Unsere internationale
Schülerschaft prägt sowohl die Lernbedingungen als auch
den Schulalltag. Das Zusammenleben von fast 2200 Schülerinnen
und Schülern und ca. 80 Lehrerinnen und Lehrern erfordert
gegenseitige Achtung und Respekt vor Andersartigkeit. Es ist Ziel
unserer Arbeit, die Schülerinnen und Schüler durch persönliche
und berufliche Bildung zur verantwortlichen Mitgestaltung der
Gesellschaft und Arbeitswelt zu befähigen.
Grundkonzept von EIBE
Diese Schulform
besuchen in der Mehrzahl zugewanderte Schülerinnen und Schüler
(sogenannte Seiteneinsteiger) die Schule mit dem Ziel, Deutschkenntnisse
zu erwerben und zu erweitern sowie deutsche Schulabschlüsse
zu erzielen. Daher ist neben dem Erwerb und der Förderung
der deutschen Sprache vorrangiges Ziel, die Schülerinnen
und Schüler bei ihren Bemühungen um ein „Zurechtfinden“
in der deutschen Gesellschaft, in Frankfurt am Main, zu begleiten
und zu unterstützen. Diese
Integrationsarbeit wird flankiert von zahlreichen Projekten und
Initiativen zur Förderung zugewanderter (benachteiligter)
Schülerinnen und Schüler:
- Sozialarbeit
an der Schule (Einzelfallhilfe, psychosoziale und ausländerrechtliche
Beratung, Berufsorientierung, freizeitpädagogische Angebote)
- Öffnung
von Schule (Zusammenarbeit mit Jugendeinrichtungen und Beratungsstellen)
- Interkulturelle
Erziehung: Deutsche und ausländische Schülerinnen
und Schüler sollen sich in den jeweiligen Lerninhalten
wiederfinden und Verständnis für andere Kulturen und
Einstellungen gewinnen
- Programm
zur Verbesserung der deutschen Sprachkompetenz jugendlicher
Migrantinnen und Migranten
Beruflich
orientieren und erste berufliche Erfahrungen können die Schülerinnen
und Schüler der EIBE - Klassen in den Lernfeldern „Arbeiten
in der Küche“ und „Arbeiten an der Kasse“
sammeln. Im Schulcafe der Wilhelm-Merton-Schule sind die Schülerinnen
und Schüler für Planung, Einkauf, Beschickung, Herstellung,
Verkauf und Abrechnung zuständig. Sie lernen eigenverantwortlich
zu handeln und kundenorientiert zu arbeiten. In diesem Rahmen
ist der Erwerb von Qualifizierungsbausteinen, die von der IHK
- Frankfurt anerkannt sind, möglich.
Der Schule
ist die individuelle Förderung der Schülerinnen und
Schüler besonders wichtig. Daher werden die Schülerinnen
und Schüler in EIBE - Maßnahmen nach Zielgruppen differenziert
gefördert: Erwerb beruflicher Qualifikationen, strukturierter
Spracherwerb für Sprachanfängerinnen und -anfänger
in der deutschen Sprache, Erwerb des Hauptschul- oder Realschulabschlusszeugnisses.
Seit dem letzten
Schuljahr werden Ziele zur persönlichen, schulischen und
beruflichen Entwicklung mit jedem / jeder Schüler / Schülerin
besprochen und vereinbart. Im Rahmen einer Klassenlehrerstunde
werden gemeinsam mit dem Sozialpädagogen die Interessen und
Neigungen der Schülerinnen und Schüler festgestellt
und erörtert sowie Wege zur Erreichung der Ziele (Persönlichkeit,
Schule, Beruf) festgelegt.
Neben der
Arbeit in den Projekten arbeiten die Kollegeninnen und Kollegen
mit außerschulischen, regionalen Unterstützungseinrichtungen
wie Beratungsstellen freier Träger, pro familia, Jugendhäusern,
Start-Projekt usw. zusammen. Die Projekte orientieren sich an
dem Dienstleistungsmarkt der Region Frankfurt und vermitteln den
Jugendlichen Kenntnisse und Fähigkeiten, die sie in diesem
Bereich nutzen können. Dafür sind auch Kooperationen
mit der hiesigen Agentur für Arbeit vorgesehen, die die Schülerinnen
und Schüler bei dem Übergang in Ausbildung oder Arbeit
unterstützen sollen.
Der möglichst
frühe Übergang in Ausbildung und Arbeit oder der Besuch
einer weiterführenden Schule ist für uns immer noch
der wichtigste Indikator für eine gelungene Integration der
Schülerinnen und Schüler. Daher gilt diesem Grundsatz
die größte Priorität.
Frankfurt, den 15.09.08